Herbstkonferenz 18.11.-19.11.2025

24.11.2025 |

Geistliche Impulse und konkrete Schritte für die Zukunft

Am vergangenen Dienstag und Mittwoch hat sich die Dekanatskonferenz – das zukünftige Seelsorgeteam – zur Herbstkonferenz in Beuron getroffen. Die zweitägige Zusammenkunft war ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur neuen gemeinsamen Zusammenarbeit ab 2026.
 
Der erste Konferenztag stand ganz im Zeichen der Spiritualität. Unter dem Leitgedanken der „Baustellen der Hoffnung“ (Literaturhinweis unten) begleitete uns Pater Martin Werlen OSB aus der Propstei St. Gerold mit wertvollen Impulsen. Er ermutigte dazu, die Herausforderungen und Baustellen der Kirchenentwicklung mit einem liebevollen und offenen Blick anzuschauen und anzugehen. Für seine inspirierenden Gedanken und die geistliche Begleitung danken wir Pater Martin Werlen herzlich.
Am zweiten Tag rückten praktische Themen in den Mittelpunkt. Gemeinsam wurden die geplanten Knotenpunkte, Kompetenz- und Gemeindeteams sowie deren mögliche personelle Zuordnung besprochen. Ergänzungen des Organigramms und verschiedene aktuelle Anliegen waren weitere Punkte auf der Tagesordnung. Außerdem feierte die Dekanatskonferenz gemeinsam mit der Klostergemeinschaft und der Gemeinde in Beuron Eucharistie und nahm die Anliegen der Klausur mit ins Gebet.
 
Ein herzlicher Dank gilt dem Kloster Beuron für die hervorragende Verpflegung und die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, die zum guten Gelingen der Herbstkonferenz beigetragen haben.
 
  
 
Einblick in die Impulse des geistlichen Tages:
 
Literaturhinweis: Martin Werlen (2024): Baustellen der Hoffnung, 1. Auflage, ISBN: 978-3-451-39591-8
 
 
 

 zu «Baustellen der Hoffnung» im Kloster Beuron: 
 
Im Rahmen der diesjährigen Herbstklausur des Dekanates Sigmaringen-Meßkirch im Kloster Beuron gestaltete P. Martin Werlen OSB, Probst der Probstei St. Gerold in Voralberg, einen geistlichen Tag mit den hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pastoral. Passend zu den aktuellen Prozessen und «Baustellen» im Blick auf die künftige Pfarrei Neu Herz Jesu Sigmaringen stand der geistliche Tag unter der Überschrift des neuesten Buches von P. Martin: «Baustellen der Hoffnung». P. Martin regte an, mit einem anderen Blick auf «Baustellen» zu schauen: «All das Große, das wir bestaunen, ist aufgrund von Baustellen entstanden.» Und «Jede Baustelle ist ein Zeichen der Hoffnung. Mit einem liebevollen Blick auf die Baustellen eröffnen sich neue Perspektiven». Das gilt für die Baustellen im eigenen persönlichen Leben, in der Gesellschaft wie die Baustellen in der Kirche. Er verdeutlichte das mit vielen Bildern und persönlichen Erfahrungen anhand des Umgestaltungsprozesses der Probstei St. Gerold. Dabei wurde auch deutlich, wie sehr Baustellen Kreativität produzieren können. P. Martin machte deutlich, dass das meistgebrauchte Bild der Kirche im Neuen Testament das Bild der «Baustelle» ist. Dieses Bild der Kirche als «Baustelle» ist für ihn ein grundlegendes, realistisches und zukunftsweisendes Bild von Kirche (= ecclesia semper reformanda). Wir alle sind gerufen, als Bauarbeitende mit unseren Gaben auf dieser Baustelle mitzuarbeiten. Und das geht nur miteinander, das heißt synodal. Gutes Team-Work ist da ganz entscheidend wichtig. Gemeinsam können wir eine «Baustelle der Hoffnung» für die Menschen und für die Welt sein. Abschließend betonte P. Martin, dass es zuerst eine «Missio» braucht, dann entsteht «Communio». Die ansteckenden Impulse von P. Martin waren sehr inspirierend für die Teilnehmenden, nicht zuletzt auch die Haltung, die er im Umgang mit Baustellen vermittelte. Sie wurden mit hineingenommen in die Weiterarbeit an den «offenen Baustellen» der künftigen Pfarrei Herz Jesu Sigmaringen am nächsten Tag der Klausur.