LEVI Visitationen
Leitungsinstrument LEVI: Mit dem LEVI-Kompass im Dekanat Sigmaringen-Messkirch unterwegs
Neben dem Leitbild, der Strategie (Pastoralkonzeption) und der Zielvereinbarung bildet LEVI ein wichtiges Leitungsinstrument der Strategieüberprüfung in der Erzdiözese Freiburg
Der Name LEVI steht für: Lernen, Entwickeln, Vereinbaren, Inspirieren. Der Name verbindet sich von der Bibel her zentral mit der biblischen Gestalt des LEVI, der sich vom Ruf Jesu ansprechen lässt, sein Leben neu bedenkt, Altes zurücklässt und neue Schritte wagt (vgl. Lukas 5, 27-32). Der Blick auf den biblischen LEVI im Neuen Testament hat auch für die Kirche heute eine inspirierende Kraft. Das Freiburger Programm zur Visitation und Gemeindeentwicklung LEVI, das im Jahr 2013 nach einer mehrjährigen Pilotphase verbindlich für das Erzbistum Freiburg eingeführt wurde, wurde in Anlehnung an bereits bestehende Systeme zur Qualitätsentwicklung und -sicherung erstellt. Es dient der Standortbestimmung und Weiterentwicklung kirchlicher Gemeinden. Das LEVI-Programm hilft, sich der Vielfalt innerhalb der Seelsorgeeinheit bewusst zu werden, Stärken und Schwächen transparent zu machen und so die Lebendigkeit der Gemeinden zu fördern. Immer wieder gilt es dabei, am Evangelium Maß zu nehmen und das, was die Menschen heute brauchen, in den Blick zu nehmen. "Mich hat an LEVI beeindruckt, dass in der Kirche nicht einfach vor sich "hingewuschtelt" wird, sondern dass in der Kirche auf Qualität Wert gelegt wird.", so drückte es kürzlich ein Ehrenamtlicher am Ende der Visitation aus.
Das Kirchenrecht sieht vor, dass Pfarreien/Seelsorgeeinheiten alle fünf Jahre visitiert werden. Das LEVI-Programm hilft den Seelsorgeeinheiten dabei, die Visitation durch den Dekan bzw. das Visitationsteam vorzubereiten. Neu dabei ist, dass ein "Selbstbewertungsteam" bestehend aus dem Seelsorgeteam und engagierten Ehrenamtlichen der SE dabei zunächst eine "Selbstbewertung" vornimmt und dazu einen "Selbstbewertungsbericht" erstellt. Im Zentrum steht dabei die Überprüfung des eigenen Tuns mit Hilfe der LEVI-Qualitätskriterien. Zur Selbstbewertung kommt dann noch bei der Visitation selber die "Fremdwahrnehmung" und Rückmeldung durch das Visitationsteam.
Die Visitation der Seelsorgeeinheiten im Auftrag des Erzbischofs ist Aufgabe der Dekane bzw. des Dekanatsleitungsteams (Dekan und Dekanatsreferent). Der Dekanatsreferent ist für die Einführung und Schulung der Selbstbewertungsteams im Dekanat verantwortlich. Er steht für Rückfragen während der Erarbeitung des Selbstbewertungsprozesses zur Verfügung. Er wirkt schließlich als Mitglied des Visitationsteams bei der Durchführung der Visitation mit.
Die erste Runde der Visitationen nach LEVI wurde im Herbst 2018 im Dekanat Sigmaringen-Messkirch abgeschlossen. Im Herbst 2019 wurde die nächste Runde der Visitationen mit Visitationen in der Seelsorgeeinheit Oberer Linzgau (25.10.-27.10.19) und Ostrachtal (29.11.-01.12.19) duchgeführt. Im Jahr der PGR-Wahl 2020 fanden keine Visitationen statt. 2021 wurden die verbindlichen Visitationen aufgrund der Entscheidung des Erzbistums für den großangelegten Prozess der "Kirchenentwicklung 2030" vorläufig ausgesetzt. Die Ergebnisse der Visitationen, die vorliegenden Visitatationsberichte und die hilfreichen und nützlichen Elemente von LEVI sollen ausdrücklich in den Prozess der Kirchentwicklung integriert werden.
Alle wichtigen "LEVI-Werkzeuge" und Hilfsmaterialien sind erhältlich über www.erzbistum-freiburg.de/html/levi.html. Die Dokumente stehen dort zum Download bereit. Für Rückfragen zum diözesanen Konzept von LEVI steht der Leiter des Referats Visitationen und pastorale Entwicklung im Ordinariat, Herr Martin J.Müller, zur Verfügung. Telefon: +49 (761) 2188 373. E-Mail: martin.j.mueller@ordinariat-freiburg.de.









